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Abgelehnt - was jetzt?

Die Nachfrage nach Studienplätzen übersteigt in vielen Studiengängen deutlich das Platzangebot. Aufgrund der in attraktiven Großstädten oft flächendeckenden Zulassungsbeschränkungen können dort meist nicht alle Bewerberinnen und Bewerber einen Studienplatz bekommen. Was können Sie tun, wenn Sie abgelehnt worden sind?

Die besten Möglichkeiten, doch noch einen Platz im Wunschfach zu bekommen, haben Sie, wenn Sie überregional mobil sind: An vielen Hochschulen - besonders an solchen in weniger überlaufenen Regionen - bleiben Studienplätze unbesetzt und werden oft noch kurz vor Vorlesungsbeginn über Losverfahren vergeben. Entsprechende Anträge können Sie nach Ende der offiziellen Bewerbungsphase bei jeder Hochschule stellen - die Modalitäten sind allerdings überall verschieden. Es kommt auch vor, dass Studiengänge, die im Großraum Berlin hart zulassungsbeschränkt sind, in anderen Regionen zulassungsfrei studiert werden können – Sie müssen sich in diesem Fall einfach nur fristgerecht einschreiben.

Am besten aber vermeiden Sie von vornherein, überall abgelehnt zu werden, indem Sie sich für Ihr Wunschstudium auch an weniger begehrten Hochschulen bewerben: Dort sind die Zulassungshürden oft niedriger und die Zulassungschancen größer. Wer sich an vielen verschiedenen Hochschulen bewirbt und einen Umzug nicht scheut, kommt meist schnell und sicher zum gewünschten Studienplatz.

Schwieriger ist es, wenn Sie auf eine bestimmte Hochschule oder auf einen bestimmten Studienort festgelegt sind. Für die meisten zulassungsbeschränkten Studiengänge ist zwar auch eine Zulassung nach Wartezeit vorgesehen, aber die Quote umfasst meist nur 20% der Studienplätze. Deshalb müssten Sie unter Umständen unabsehbar lange auf einen Platz warten. Dabei kann es sinnvoll sein, diese Zeit mit einem Praktikum, einem Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr bzw. mit einer Berufsausbildung zu überbrücken. Wenn sich die Wartezeit allerdings im Bereich von über vier Jahren bewegt, sollten Sie sich fragen, ob das Warten auf einen Studienplatz die geeignete Strategie ist. An einem anderen Studienort könnten Sie in diesem Zeitraum das Studium abschließen.

Am besten besprechen Sie mit der Studienberatung oder der Studienfachberatung mögliche Alternativen zur langen Wartezeit: Auch das Studium eines anderen, mit dem Wunschfach verwandten Studiengangs mit anschließendem Masterstudium im Spektrum des Wunschfachs könnte eine mögliche Alternative sein.

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