Wer sich nicht bewirbt, kann kaum auf eine Einstellung hoffen. Der erste Schritt in Richtung Job besteht deshalb im regelmäßigen und umfassenden Durchsuchen von Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften. Auch Jobportale im Internet sind inzwischen eine feste Größe bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Viele offene Stellen werden aber gar nicht ausgeschrieben, sondern gehen „unter der Hand“ weg. Verbreiten Sie deshalb im Familien, Freundes- und Bekanntenkreis, dass Sie Ihr Studium bald beenden werden und einen Job suchen! Außerdem wird ein nicht unerheblicher Teil aller Einstellungen nach Initiativ- oder „Blindbewerbungen“ vorgenommen. Bekannte Großunternehmen erhalten oft so viele dieser Bewerbungen, dass sie kaum noch Stellenanzeigen schalten.
Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbungsunterlagen ansprechend gestaltet, sorgfältig formuliert und auf den jeweiligen potenziellen Arbeitgeber abgestimmt sind. Bei Initiativbewerbungen sind Serienbriefe oder gar Massenmails, denen man zu allem Überfluss auch noch entnehmen kann, bei welchen Adressen Sie sich ebenfalls beworben haben, definitiv der falsche Weg! Informieren Sie sich darüber, welche Form der Bewerbung erwünscht ist – einige Personalabteilungen lieben aufwändige Bewerbungsmappen, andere hassen überflüssige Papier- oder Plastikhüllen. Auch die Online-Bewerbung hat ihre Tücken: Umfangreiche elektronische Dateianhänge können erwünscht sein, aber auch als Ärgernis wahrgenommen werden.
Vermeiden Sie Bewerbungen auf Stellen, die nicht oder nur wenig zu Ihrem Qualifikationsprofil passen. Das „Prinzip Schrotflinte“ mag auf den ersten Blick seine Reize haben, wird aber nur selten zum Erfolg führen. Investieren Sie besser mehr Zeit in Bewerbungen, die mit „Ihren“ Themen zu tun haben. Wenn Sie sich auch im Ausland bewerben wollen, müssen Sie an die international unterschiedlichen Bewerbungsgepflogenheiten denken! Während z.B. in Deutschland ein Foto zum Bewerbungsschreiben dazugehört, ist es in den USA völlig unüblich und könnte sogar für Irritationen sorgen.
Nutzen Sie die Unterlagenchecks und Bewerbungstrainings der Career Services und Hochschulteams der Bundesagentur für Arbeit. Diese Einrichtungen stehen in ständigem Kontakt zu Arbeitgebern und sind deshalb auch mit neuesten Entwicklungen vertraut.
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Bundesagentur für Arbeit
Zeit-Online




