Wenn Sie nach Abschluss der Mittelstufe keine Berufsausbildung aufnehmen und weiter zur Schule gehen, müssen Sie entscheiden, welche Hochschulzugangsberechtigung Sie erwerben wollen: die Fachhochschulreife oder das Abitur. Mit der Fachhochschulreife können Sie in Berlin und Brandenburg ausschließlich an - eher praxisbezogenen - Fachhochschulen studieren. Die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, gibt Ihnen dagegen die Möglichkeit, sich sowohl an Fachhochschulen wie an Universitäten zu bewerben. An einigen Schulen kann eine Fachgebundene Hochschulreife erworben werden, mit der man zwar an Universitäten studieren darf, allerdings nur im Rahmen eines begenzten Fächerspektrums. Dagegen ist für bestimmte Studiengänge an künstlerischen Hochschulen in Berlin und Brandenburg nicht in jedem Fall eine Hochschulreife nötig.
Eine Entscheidung für die Fachhochschulreife muss nicht bedeuten, dass Sie für Ihr gesamtes Studium auf diese Hochschulart festgelegt wären: Da Bachelorstudiengänge an Fachhochschulen und an Universitäten als gleichwertig angesehen sind, kann einem Fachhochschulstudium ein universitäres Masterstudium folgen - und umgekehrt.
Da allerdings bestimmte, besonders beliebte Studiengänge nur von Universitäten angeboten werden und deshalb mit Fachhochschulreife nicht zugänglich sind (z.B. Medizin oder Rechtswissenschaft), sollten Sie sich frühzeitig darüber informieren, wo Ihre Wunschfächer angeboten werden und welche Zulassungsvoraussetzungen gelten.
Ein Studium ohne Hochschulreife (Studieren ohne Abitur) ist zwar auch in Berlin und Brandenburg grundsätzlich möglich, setzt aber unter Anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung und langjährige Berufserfahrung voraus. Für Schülerinnen und Schüler ist es deshalb keine sinnvolle Alternative zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung.
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