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Studienentscheidung

Wer studieren möchte, muss Entscheidungen zu treffen: Welches Fach soll studiert werden? An welcher Hochschule soll das Studium aufgenommen werden und soll es dafür qualifizieren, später als Lehrerin oder Lehrer arbeiten zu können? Kleinere Entscheidungen, die leicht revidierbar sind, trifft man fast jeden Tag. Falsche Studienentscheidungen sind aber nicht so schnell zu reparieren und kosten neben Zeit auch noch Geld.Die Experten sind sich einig, dass bei „großen“ Entscheidungen eine Balance zwischen sachlichen (rationalen) und gefühlsmäßigen (emotionalen) Aspekten wichtig ist. Entscheidungen, die auf diese Weise zustande kommen, erweisen sich auf Dauer als tragfähiger. Manche Studierende wählen ein Fach ausschließlich wegen guter Berufsaussichten, obwohl sie mit ihm eigentlich nicht recht glücklich sind. Bei Krisen im Studienverlauf, die viele Studierende im Lauf der Zeit erleben, fehlt bei einer rein sachbezogenen Entscheidung aber ein wichtiger stabilisierender Faktor. Andere Studierende treffen vornehmlich emotional geprägte Entscheidungen und wählen z.B. das Studienfach danach aus, „was denn noch frei ist“, um in einer attraktiven Stadt leben und studieren zu können. Auch in diesen Fällen sind Risiken für den Studienerfolg absehbar. Studienentscheidungen, die „Kopf“ und „Bauch“ gleichermaßen zufriedenstellen, sind nach aller Erfahrung erfolgreicher.

Wichtig ist, dass das gewählte Studienfach zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt. Wer ein belastetes Verhältnis zur Mathematik hat, wird mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern kaum glücklich werden. Wer nicht gerne schwierige Texte liest, wird in einem sozialwissenschaftlichen Studium Probleme bekommen. Versuchen Sie deshalb rechtzeitig herauszufinden, wo Ihre Interessen liegen und in welchen Bereichen Sie Stärken oder Schwächen haben. Beachten Sie dabei, dass Studienfächer, die zu Ihren Interessen und Fähigkeiten passen, nicht immer von der nächstgelegenen Hochschule angeboten werden!Nehmen Sie sich für ihre Studienentscheidung genug Zeit. Sprechen Sie mit Eltern, Freunden oder Lehrern; nutzen Sie auch die Angebote der  Studienberatung der Hochschulen. Warten Sie mit Ihren Überlegungen vor allen Dingen nicht so lange, bis Sie die Schule abgeschlossen haben.

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