Da Studiengebühren in Berlin und Brandenburg die Ausnahme sind, halten sich die Kosten für das Studium als solches in Grenzen. Für Ihren Lebensunterhalt sollten Sie Ausgaben zwischen 700 und 1.000 Euro einplanen.
Ausgaben für das Studium
Lediglich für weiterbildende Masterstudiengänge (und vereinzelt auch bei nichtkonsekutiven Masterstudiengängen in Brandenburg) werden Studiengebühren erhoben. Ansonsten beschränken sich die regelmäßigen Ausgaben für das Studium auf den Semesterbeitrag von etwa 90 Euro und die Kosten für das Semesterticket, die derzeit pro Semester je nach Hochschule und Geltungsbereich zwischen 94 und 163 Euro liegen. Für Lernmittel haben die Studierenden im Jahr 2009 bundesweit durchschnittlich 33 Euro im Monat ausgegeben (vgl. 19. Sozialerhebung des Studentenwerks).
Lebenshaltungskosten
Der größte Posten bei den Lebenshaltungskosten ist die Miete einschließlich der Nebenkosten. Im Jahr 2009 zahlten die Studierenden in Berlin durchschnittlich 298 Euro für ihre Unterkunft, in Brandenburg 265 Euro. Am günstigsten ist das Wohnen im Studentenwohnheim. Hier lagen die Ausgaben bundesweit im Durchschnitt bei 222 Euro. Kosten für die Ernährung wurden 2009 mit 159 Euro veranschlagt, die Ausgaben für Kleidung mit 51 Euro. Für einen Pkw gaben 34% der Studierenden im Schnitt 111 Euro aus, 64% nutzten öffentliche Verkehrsmittel, was im Monat zu Ausgaben von 38 Euro führte. (Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für das Semesterticket in dem Betrag enthalten sind.) Weitere monatliche Ausgabeposten sind insbesondere Krankenversicherung, Arztkosten und Medikamente (59 Euro), Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren (35 Euro) sowie Freizeit, Kultur und Sport (63 Euro). Aufgrund zahlreicher Variablen ist die Angabe einer monatlichen Gesamtsumme schwierig. Jedenfalls so viel lässt sich jedoch sagen: Mit weniger als 700 Euro werden Sie vermutlich nicht auskommen.
Vergünstigungen
Die Lebenshaltungskosten fallen bei Studierenden u. a. deshalb besonders niedrig aus, weil der Studierendenausweis bares Geld wert ist: Nicht nur Kino, Theater, Konzert, Museum oder Schwimmbad werden damit häufig billiger, sondern auch der Bezug einer Tageszeitung, das Führen eines Girokontos, Handy-Verträge und der Kauf eines Notebooks. Auf Reisen profitieren Sie von Vergünstigungen, wenn Sie einen Internationalen Studierendenausweises vorlegen. Falls Sie einen Frankreich-Urlaub oder -studienaufenthalt planen, bietet sich der Erwerb des Deutsch-französischen Sozialausweises an. BAföG-Bezieher, die nicht bei ihren Eltern wohnen, können sich bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) von der Rundfunk- und Fernsehgebührenpflicht befreien lassen. Schließlich gibt es für Berliner Studentinnen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, einen Antrag auf Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel zu stellen. Zuständig sind die überregionalen Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung bei einigen Bezirksämtern.
Ausgewählte Links
Informationen zum Internationalen Studierendenausweis (International Student Identity Card)
Befreiung von den Rundfunk- und Fernsehgebühren (Gebühreneinzugszentrale)
Zentrum für sexuelle Gesundheit u. Familienplanung Friedrichshain-Kreuzberg
Wissenschaftliches zum Thema
Lebenshaltungs- und Studienkosten (19. Sozialerhebung, Hochschul-Informations-System GmbH, April 2010, PDF, 333 KB)





