Fachhochschulen

Fachhochschulen bieten eine praxisorientierte Alternativen zu dem eher theoretisch ausgerichteten Studium an Universitäten oder einem Studium an künstlerischen Hochschulen. Als Universitys of Applied Sciences forschen sie ebenfalls, allerdings steht dabei weniger die Grundlagenforschung als vielmehr der konkrete Nutzen für Anwendungen im Vordergrund. Das Studium ist durch die praxisorientierte Vorbereitung der Studierenden auf spätere Tätigkeiten in Industrie, Wirtschaft und Verwaltung gekennzeichnet und zielt weniger auf die Qualifizierung für eine wissenschaftliche Karriere.

Die Studiengänge an Fachhochschulen sind oft auf einen Ausschnitt des Fächerspektrums (zum Beispiel auf Technik oder Sozialwesen) spezialisiert. Gelernt wird nicht nur im Hörsaal, sondern auch in in Werkstätten, Laboren und Praktikumsstellen außerhalb der Hochschule. Das Studium selbst findet oft in kleinen Gruppen statt, die Studienplatzzahl in den Studiengängen ist wegen der für den Anwendungsbezug notwendigen Plätze in Werkstätten und Laboren oft geringer als an Universitäten.

Manche Studienfächer werden sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen angeboten, andere nur an der einen oder anderen Hochschulform. Viele anwendungsorientierte technische Studienrichtungen können ausschließlich an Fachhochschulen studiert werden.

Seit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge nähern sich Fachhochschulen und Universitäten in Bezug auf die Ausbildung tendenziell einander an. Dennoch ist es hilfreich, bei der Studienwahl darum zu wissen, was beide Hochschulformen bislang voneinander unterschied und in weiten Teilen auch heute noch unterscheidet.