Masterstudiengänge setzen ein abgeschlossenes Bachelorstudium (oder einen gleichwertigen ersten Hochschulabschluss) voraus und ermöglichen Absolventinnen und Absolventen, ihre Fachkenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Manche Studiengänge sind vorwiegend forschungsorientiert ausgerichtet, andere anwendungsorientiert. Angeboten werden Masterstudiengänge sowohl von Universitäten als auch von Fachhochschulen. Die Studienzeit beträgt zwei, drei oder vier Semester.
Es gibt zwei bzw. drei Kategorien von Masterstudiengängen:
Konsekutive Masterstudiengänge sind für Hochschulabsolventen ohne Berufspraxis gedacht, welche die Inhalte ihres Bachelorstudiums fortführen, vertiefen oder erweitern wollen. In der Regel schließt das Studium unmittelbar an das Bachelorstudium an. Möglich ist aber auch eine spätere Bewerbung. Konsekutive Masterstudiengänge im engeren Sinne setzen Bachelorabschlüsse eines bestimmten Fachgebiets voraus. Können sich Bachelorabsolventen ganz unterschiedlicher Fachrichtungen bewerben, sprach man bislang von nichtkonsekutiven Masterstudiengängen. Mittlerweile werden nichtkonsekutive Masterstudiengänge jedoch auch zu den konsekutiven Masterstudiengängen (im weiteren Sinne) gezählt.
Bei weiterbildenden Masterstudiengängen wird von den Bewerbern erwartet, dass sie nach ihrem ersten Hochschulabschluss mindestens ein Jahr qualifizierte berufspraktische Erfahrung gesammelt haben. An diese Erfahrung knüpft das Ausbildungskonzept an und stellt Bezüge zu bestimmten beruflichen Praxisfeldern her.
In Berlin und Brandenburg sind konsekutive Masterstudiengänge immer gebührenfrei. In Berlin gilt dies - sofern es sie noch gibt - auch für nichtkonsekutive Masterstudiengänge. Für viele weiterbildende Masterstudiengänge werden in beiden Ländern dagegen erhebliche Gebühren erhoben.