Masterstudiengänge

Masterstudiengänge bauen auf einem abgeschlossenen Bachelorstudiengang auf und dauern zwei, drei oder vier Semester. Sie ermöglichen Studierenden, ihre Fachkenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Masterstudiengänge können direkt im Anschluss an einen Bachelorabschluss studiert werden oder nach einer Phase der Berufstätigkeit. Sie sind entweder vorwiegend forschungsorientiert oder vorwiegend anwendungsorientiert konzipiert und werden sowohl von Universitäten als auch von Fachhochschulen angeboten.

Wird für das Masterstudium Berufserfahrung zwingend vorausgesetzt, so spricht man von einem weiterbildenden Masterstudiengang.

Bei den Masterstudiengängen, die keine Berufserfahrung voraussetzen, wird zwischen konsekutiven und nichtkonsekutiven Studiengängen unterschieden. Konsekutive Masterstudiengänge führen ein vorangegangenes Bachelorstudium fachlich fort, vertiefen es oder erweitern es fachübergreifend. Nichtkonsekuktive Masterstudiengänge bauen dagegen auf einem vielfältigen Fächerspektrum auf. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz von Anfang 2010 soll die Unterscheidung künftig entfallen. Stattdessen sind nur noch konsekutive Masterstudiengänge vorgesehen, die "als vertiefende, verbreiternde, fachübergreifende oder fachlich andere Studiengänge auszugestalten" sind. Im Ergebnis werden die bisherigen konsekutiven und nichtkonsekutiven Studiengänge also unter einer Bezeichnung zusammengefasst. Es ist allerdings vorgesehen, dass die Länder von der neuen Regelung abweichen können.

In Berlin und Brandenburg sind konsekutive Masterstudiengänge immer gebührenfrei. In Berlin gilt dies auch für nichtkonsekutive Masterstudiengänge. Für viele weiterbildende Masterstudiengänge werden in beiden Ländern dagegen erhebliche Gebühren erhoben.