Verpackungstechnologien Studium in Berlin und Brandenburg

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Studienform

Hochschulen für Verpackungstechnologien in Berlin und Brandenburg

Was ist Verpackungstechnologie?
Verpackungstechnologie befasst sich mit der Entwicklung und Herstellung von Verpackungen. Lebensmittel, medizinische Geräte, Elektronik und Textilien müssen so verpackt sein, dass sie den Transport unbeschadet überstehen und ihre Qualität behalten.

Verpackungen schützen Produkte und präsentieren sie im Verkauf. Dazu kommen weitere Anforderungen: Verpackungen sollen umweltverträglich sein, sich leicht öffnen lassen und die Haltbarkeit des Inhalts verlängern. Quelle: www.verpackungswirtschaft.de
Kunststoffverpackungen
Kunststoffe werden immer häufiger eingesetzt, weil sie leicht und langlebig sind und den Inhalt gut gegen äußere Einflüsse abschirmen. Zugleich stehen sie zunehmend in der Kritik, weil sie als umweltschädlich gelten. Biologisch abbaubare Materialien und bessere Recyclingverfahren sollen das ändern.
Metallverpackungen
Metallverpackungen wie Dosen werden vor allem für Lebensmittel und Getränke verwendet. Sie sind langlebig, schützen zuverlässig vor Luft, Feuchtigkeit und Licht und lassen sich gut recyceln.
Papierverpackungen
Papier- und Kartonverpackungen sind weit verbreitet, etwa als Faltschachtel oder Versandkarton. Papier ist leicht und günstig, wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und lässt sich gut recyceln.
Verbundwerkstoffe als Verpackungen
Verbundwerkstoffe kombinieren verschiedene Materialien und kommen häufig bei Lebensmitteln zum Einsatz. Sie schirmen den Inhalt besser ab als einzelne Materialien, lassen sich aber schwerer recyceln, weil die Schichten getrennt werden müssen.
Neben den Materialien gehört auch die Herstellung selbst zur Verpackungstechnologie, etwa durch Spritzguss, Extrusion, Thermoformen und Blasformen. Welches Verfahren sich eignet, hängt vom Produkt und vom Material ab.
Das Studium der Verpackungstechnologie
Verpackungstechnologie ist in erster Linie ein ingenieurwissenschaftliches Studium. Es behandelt Materialien, Maschinen, Prozesse und Methoden der Verpackungsherstellung und umfasst Fächer wie Materialwissenschaften, Chemie, Physik, Konstruktionslehre, Produktionstechnik, Prozessoptimierung und Qualitätssicherung.

Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die effiziente und nachhaltige Verpackungen entwickeln und in die Produktion bringen. Absolventen arbeiten in der Verpackungsindustrie, in Forschungseinrichtungen, in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie in der Logistik.

Zu den Inhalten des Studiums zählen unter anderem:
- Materialien und Verarbeitungstechnologien
- Konstruktionsprinzipien und Gestaltung
- Verpackungslogistik und Supply Chain Management
- Qualitätssicherung und -management
- Nachhaltige Verpackungslösungen und Recyclingtechnologien
- Lebensmittelsicherheit und Hygiene
Schwerpunkte und Inhalte unterscheiden sich je nach Hochschule und Studiengang.

Mögliche Abschlüsse sind der Bachelor of Engineering, der Master of Engineering oder der Master of Science.
Voraussetzungen
Für ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule reicht in der Regel die Fachhochschulreife, an Universitäten wird die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife verlangt. Beruflich Qualifizierte können unter bestimmten Bedingungen auch ohne Abitur zugelassen werden.
Verpackungstechnik studieren in Berlin
In Berlin bietet die Berliner Hochschule für Technik (BHT) den Bachelor „Verpackungstechnik, Umwelt und Design“ an. Er schließt mit dem Bachelor of Engineering ab, dauert sieben Semester einschließlich Praxissemester und beginnt einmal im Jahr zum Wintersemester. Die BHT bietet in diesem Fach außerdem einen Masterstudiengang an. Aktuelle Bewerbungsfristen und Zulassungsbedingungen stehen auf den Seiten des Studiengangs.
Berufsbegleitendes Studium
Ein berufsbegleitendes Studium in Verpackungstechnologie ermöglicht es, sich neben dem Job weiterzuqualifizieren. Vermittelt werden unter anderem Materialkunde, Verpackungsdesign, Herstellungsverfahren, Recycling und Umweltschutz. Je nach Hochschule findet das Studium als Fernstudium, abends oder am Wochenende statt.

Zulassungsvoraussetzung ist oft eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach.
Berufsaussichten
Viele Branchen sind auf Verpackungen angewiesen, etwa die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Neue Aufgaben entstehen vor allem durch Recyclingvorgaben und die Umstellung auf nachhaltigere Materialien.

Berufsfelder in der Verpackungstechnologie sind:

- Verpackungsentwickler:

Sie entwickeln Verpackungen, die zu den Anforderungen von Kunden und Märkten passen, und stimmen sich dabei mit Design, Produktion und Marketing ab.

- Verpackungsingenieur:

Verpackungsingenieure entwickeln, konstruieren und verbessern Verpackungsanlagen und -prozesse. Gemeinsam mit der Produktion sorgen sie für effiziente Abläufe und gleichbleibende Qualität.

- Verpackungstechniker:

Verpackungstechniker setzen die Verpackungsprozesse in der Produktion um. Sie achten darauf, dass Vorgaben eingehalten und Produkte sicher verpackt werden.

- Verpackungsdesigner:

Verpackungsdesigner gestalten Verpackungen, die funktional sind und gut aussehen. Dabei berücksichtigen sie auch ökologische Aspekte.

- Nachhaltigkeitsmanager:

Nachhaltigkeitsmanager führen umweltverträgliche Verpackungslösungen ein und überwachen sie, damit die Verpackungen die Umwelt weniger belasten.