Wirtschaftsingenieurwesen Studium in Berlin und Brandenburg

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Studienform

Hochschulen für Wirtschaftsingenieurwesen in Berlin und Brandenburg

Was ist Wirtschaftsingenieurwesen und wofür steht die Fachrichtung
Wie gut ein Unternehmen arbeitet, hängt stark von seinen Geschäftsprozessen ab. Dazu gehört die Technik, also Maschinen, Transportmittel, Gebäude und Computer. Dazu gehört aber auch, wie Menschen zusammenarbeiten, wie Ressourcen geplant und eingesetzt und wie Daten und Informationen genutzt werden. Wirtschaftsingenieure verbinden beide Seiten: Sie verstehen die Technik und können sie betriebswirtschaftlich bewerten.

Ziel ist es, Unternehmen effizienter zu machen. Wirtschaftsingenieure beseitigen Engpässe in Produktion und Logistik, verbessern die Qualität und rechnen aus, ob sich eine technische Investition lohnt.

Das Fach hat eine Berliner Tradition: Die damalige Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg, heute TU Berlin, führte zum Wintersemester 1926/27 den Studiengang „Wirtschaft und Technik“ ein, den ersten Studiengang dieser Art in Deutschland. Heute bieten neben der TU Berlin auch Fachhochschulen in Berlin und Brandenburg, etwa die HTW Berlin und die TH Wildau, Wirtschaftsingenieurwesen an.
Welche Möglichkeiten des berufsbegleitenden Studiums gibt es
Wirtschaftsingenieurwesen lässt sich berufsbegleitend in mehreren Modellen studieren:

berufsbegleitendes Studium im Blockmodell
Fernstudium
Abendstudium
Wochenendstudium

Im Blockmodell wechseln Arbeitsphasen und mehrtägige Lehrblöcke an der Hochschule ab. Beim Fernstudium, Abend- oder Wochenendstudium lernen Sie dagegen parallel zum Beruf, oft direkt nach dem Arbeitstag. Im Fernstudium fällt außerdem der persönliche Austausch mit Kommilitonen in Präsenzveranstaltungen weitgehend weg.
Welche Voraussetzungen müssen zum Studium erfüllt sein?
Für den Bachelor verlangen Fachhochschulen mindestens die Fachhochschulreife, Universitäten die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. In Berlin und Brandenburg können auch beruflich Qualifizierte ohne Abitur studieren, zum Beispiel mit einer Aufstiegsfortbildung wie Meister oder Wirtschaftsfachwirt. Manche Hochschulen wählen zusätzlich über einen Numerus clausus (NC) aus. Solide Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften erleichtern den Einstieg, weil die ersten Semester viel Mathematik und Technik enthalten.

Nach dem Bachelor können Sie einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen anschließen. Voraussetzung ist der Bachelorabschluss, teils mit einer bestimmten Zahl an Leistungspunkten in technischen und wirtschaftlichen Fächern.
Inhalt des Studiums
Betriebswirtschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Fächer laufen im Studium parallel. Die Inhalte unterscheiden sich je nach Hochschule im Detail, folgen aber einem ähnlichen Aufbau. Typische Lehrinhalte sind:

Betriebswirtschaftliche Grundlagen
Mathematik
Naturwissenschaften
Informatik
Elektrotechnik
Projektmanagement
Materialwirtschaft
Logistik
Unternehmensführung

An manchen Hochschulen können Sie im Laufe des Studiums Schwerpunkte setzen, zum Beispiel:

Facility Management
Prozesstechnik

Module schließen je nach Hochschule mit Klausuren, Projektarbeiten oder Präsentationen ab. Im dualen und im berufsbegleitenden Studium kommt die Praxis im Unternehmen hinzu, im Vollzeitstudium meist ein Praxissemester oder Pflichtpraktikum.

Zum Abschluss bearbeiten Sie ein Thema wissenschaftlich in Ihrer Bachelorarbeit. Mit bestandener Prüfung erhalten Sie je nach Hochschule den Grad Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering.
Studiendauer
Im Vollzeitstudium dauert der Bachelor in der Regel sechs bis sieben Semester. Berufsbegleitend dauert er länger. Bei der AKAD Hochschule etwa liegt die Studiendauer je nach Zeitmodell zwischen 36 und 72 Monaten (Stand 2026).
Welche Berufsaussichten bieten sich für Absolventen?
Wirtschaftsingenieure arbeiten vor allem an der Schnittstelle zwischen Technik und Kaufleuten, etwa im Einkauf, in der Produktionsplanung, im Projektmanagement, im Vertrieb technischer Produkte oder im Controlling. Vor allem in Industrieunternehmen verbessern sie Prozesse und Organisation.

Mögliche Einsatzbereiche:

Fahrzeug- und Elektroindustrie
Forschungseinrichtungen
Lebensmittelbranche
Planungsunternehmen