Moderne Berufsbilder im Wandel

Zwei junge Fachkräfte besprechen in einem Loftbüro einen Prototyp aus dem 3D-Drucker
Illustration: mit KI erstellt

Neue Technologien und veränderte Anforderungen lassen neue Berufe entstehen. Viele dieser modernen Berufsbilder setzen ein Studium voraus. Fünf Beispiele und die Studienfächer, die dorthin führen.

Umweltberater: Beratung für nachhaltiges Wirtschaften

Umweltberater helfen Unternehmen und Organisationen, nachhaltiger zu arbeiten, etwa bei erneuerbaren Energien, in der Abfallwirtschaft oder beim ökologischen Bauen. Der Weg in den Beruf führt meist über ein Studium der Umweltwissenschaften, des Nachhaltigkeitsmanagements oder eines verwandten Fachs.

E-Commerce-Experte: Verkaufen im Onlinehandel

Mit dem Onlinehandel ist auch der Beruf des E-Commerce-Experten gewachsen, etwa in einer E-Commerce-Agentur wie eBakery (ebakery.de). Gefragt sind Fachleute, die Technik, Marketing und Logistik zusammendenken. Sie entwickeln Verkaufsstrategien, bauen Onlineshops auf und werten Daten aus, um das Einkaufen für Kunden einfacher zu machen. Typische Studiengänge sind E-Commerce-Management, Digital Marketing oder Wirtschaftsinformatik.

Data Scientist: Erkenntnisse aus großen Datenmengen

Ebenfalls neu entstanden sind die Berufe Data Scientist und Data Analyst. Data Scientists werten große Datensätze aus. Sie entwickeln Algorithmen, die Muster und Trends erkennen, und liefern damit Grundlagen für Entscheidungen in Unternehmen. Gebraucht werden sie zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Finanzbranche und im Marketing. Den Einstieg bildet meist ein Studium der Informatik, Statistik oder Data Science. In der Region bieten zum Beispiel die Berliner Hochschule für Technik (BHT) und die Universität Potsdam einen Master in Data Science an.

KI-Ethiker: Regeln für den Einsatz künstlicher Intelligenz

Mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in immer mehr Branchen entstehen Stellen, die sich mit den Folgen der Technik befassen. Solche KI-Ethiker oder KI-Governance-Fachleute beschäftigen sich mit Fragen wie Datenschutz oder Diskriminierung durch Algorithmen und prüfen, ob KI-Systeme rechtliche Vorgaben einhalten. Einen eigenen Studiengang dafür gibt es kaum; der Weg führt meist über Informatik, Philosophie mit Schwerpunkt Ethik oder Rechtswissenschaft, ergänzt um Wissen aus dem jeweils anderen Bereich.

Robotik-Fachleute: Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

Mit Robotik und Automatisierung wächst der Bedarf an Fachleuten, die Robotersysteme programmieren, in Betriebe einführen und betreuen, von der Fertigung bis zur Logistik. Dazu gehört, die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter sicher zu gestalten. Geeignet sind Studiengänge in Mechatronik, Elektrotechnik, Maschinenbau oder Informatik mit Schwerpunkt Robotik.

Alle fünf Beispiele zeigen: Moderne Berufsbilder setzen oft ein Studium voraus, ob mit Bachelor oder Master-Abschluss. Weil es für mehrere dieser Berufe noch keine eigenen Studiengänge gibt, lohnt es sich, bei der Studienwahl auf passende Schwerpunkte und Wahlmodule zu achten.