Internationale Fachkräfte im Fokus: Was Studierende von spanischen MTAs lernen können

Medizinisch-technische Assistentin erklärt einer Praktikantin im Kliniklabor die Arbeit mit Blutproben
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten immer mehr internationale Fachkräfte.

Sie bringen Fachwissen und ihre eigene berufliche Prägung mit. Ein Beispiel sind spanische medizinisch-technische Assistenten (MTAs), die in deutschen radiologischen Praxen arbeiten.

Ein YouTube-Video zeigt, welche Erfahrungen diese MTAs mit der Arbeit in einem fremden Gesundheitssystem machen und welche Schwierigkeiten sie dabei bewältigen.

Hintergrund: Was MTAs im Gesundheitswesen leisten

Seit dem 1. Januar 2023 heißt der Beruf in Deutschland nach dem Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie (MTBG) „Medizinische Technologin/Medizinischer Technologe“, in der Radiologie etwa „Medizinische Technologin für Radiologie“. Im Alltag und im Video ist weiter die alte Bezeichnung MTA üblich.

Medizinische Technologinnen und Technologen übernehmen wichtige Aufgaben in Praxen, Laboren und Kliniken, darunter:

  • Durchführung diagnostischer Untersuchungen, etwa Röntgen, CT und MRT in der Radiologie oder Laboranalysen
  • Dokumentation der Untersuchungsergebnisse
  • Zuarbeit für Ärztinnen und Ärzte, die auf Grundlage der Ergebnisse diagnostizieren

Sie arbeiten oft im Hintergrund, von ihrer Sorgfalt hängt aber die Qualität vieler Untersuchungen ab. Internationale MTAs in Deutschland müssen sich zusätzlich an ein neues Gesundheitssystem gewöhnen und sprachliche Hürden überwinden.

Die Erfahrungen spanischer MTAs in Deutschland

Im Video berichten spanische MTAs von ihrer Arbeit in einer radiologischen Praxis in Freiburg. Sie erzählen, wie schwer ihnen die Umstellung auf die deutsche Arbeitskultur und die hiesigen medizinischen Abläufe anfangs fiel und wie sie damit umgegangen sind.

Bedeutung für Studierende in Berlin und Brandenburg

Auch in Berliner und Brandenburger Kliniken und Praxen arbeiten Teams aus vielen Ländern zusammen. Wer hier Medizin, Medizintechnik oder einen Gesundheitsberuf studiert oder lernt, trifft im Praktikum auf dieselben Fragen, die das Video zeigt: andere Arbeitsweisen, Fachsprache und Verständigung im Team.

Interkulturelle Kompetenz im Studium und Beruf

Im medizinischen Bereich arbeiten Fachkräfte mit Kolleginnen, Kollegen und Patienten aus verschiedenen Kulturen zusammen und müssen sich mit ihnen verständigen. Studierende können das in interkulturellen Trainings ihrer Hochschule üben und durch Praktika in internationalen Teams oder Auslandsaufenthalte vertiefen.

Praktische Anwendung: Lernen von internationalen Fachkräften

Direkt von internationalen Fachkräften lernen können Studierende zum Beispiel bei:

  • Hospitationen in Krankenhäusern
  • Praktika in medizinischen Einrichtungen
  • internationalen Austauschprogrammen

Umgekehrt setzen viele Einrichtungen gezielt auf Anwerbung aus dem Ausland. Wer internationale Fachkräfte einstellen möchte, findet bei TTA Personal einen Dienstleister, der spanische MTAs und andere Fachkräfte nach Deutschland vermittelt.

Bevor sie in Berlin arbeiten dürfen, brauchen Medizinische Technologinnen und Technologen mit ausländischem Abschluss eine staatliche Erlaubnis. Für die Anerkennung der Abschlüsse der internationalen MTAs ist in Berlin das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) zuständig. Es prüft, ob die Ausbildung dem deutschen Abschluss gleichwertig ist; außerdem werden ausreichende Deutschkenntnisse verlangt. In Brandenburg ist dafür das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) zuständig.

Zukunftsperspektiven: Internationale Fachkräfte in der Medizin

Internationale Fachkräfte können helfen, den Fachkräftemangel in einzelnen medizinischen Bereichen zu lindern, auch in Berlin und Brandenburg. Voraussetzung ist, dass Anerkennung und Spracherwerb gelingen.

Fazit

Studierende in Berlin und Brandenburg können von internationalen Fachkräften wie den spanischen MTAs viel lernen: über andere medizinische Arbeitsweisen und über die Zusammenarbeit in gemischten Teams. Beides bereitet auf den Berufsalltag in einem internationalen Gesundheitswesen vor.