Ausbildung zum Konditor/in in Berlin

Konditoren stellen Torten, Kuchen, Pralinen und Desserts her. Eine Ausbildung zum Konditor/in in Berlin dauert drei Jahre und führt ins Lebensmittelhandwerk, in dem Handarbeit und Gestaltung zusammenkommen.

Eine wichtige Anlaufstelle für angehende Konditoren ist die Konditoren-Innung Berlin.

Der Beruf des Konditors: Handwerk und Gestaltung

Konditoren brauchen fachliches Können und ein Gespür für Gestaltung. Ihre Produkte sollen schmecken und zugleich gut aussehen.

Aufgaben eines Konditors

Konditoren wählen Zutaten aus und berechnen die benötigten Mengen. Sie verarbeiten sie mit Maschinen und Geräten und arbeiten viel von Hand.

Sie backen Teige, stellen Cremes, Füllungen und Glasuren her, verzieren Torten und Gebäck und präsentieren ihre Waren in Auslagen und Vitrinen. Außerdem beraten sie Kunden, etwa bei Bestellungen für Hochzeiten oder Geburtstage.

Genauigkeit und Gestaltung

Rezepte müssen exakt eingehalten werden, sonst gelingen Teige, Cremes und Glasuren nicht. Gestaltungsspielraum gibt es bei Motivtorten, Dekorationen und neuen Geschmackskombinationen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Konditor/in

Wer Konditor werden will, sollte gerne backen und handwerklich geschickt sein. Gestalterisches Talent und ein Auge fürs Detail helfen ebenfalls.

Wichtig ist außerdem Belastbarkeit: In der Backstube kann es hektisch werden, besonders vor Feiertagen, und die Arbeit beginnt oft früh am Morgen.

Voraussetzungen Konditor Ausbildung
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten jedoch mindestens die Berufsbildungsreife (früher Hauptschulabschluss). Gute Noten in Mathe und Deutsch sind von Vorteil.

Ablauf der Ausbildung zum Konditor/in

Die Ausbildung zum Konditor dauert drei Jahre und läuft im dualen System: Praxis im Betrieb, Theorie in der Berufsschule. Am Anfang stehen grundlegende Techniken wie die Herstellung von Teigen und Füllungen, später folgen anspruchsvollere Arbeiten wie Torten, Pralinen und Schaustücke.

Zwischen- und Abschlussprüfung

Nach der geltenden Ausbildungsverordnung von 2003 gibt es eine eigene Zwischenprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Sie fragt Wissen und Fertigkeiten der ersten anderthalb Jahre ab. Die Auszubildenden fertigen dabei zum Beispiel ein gefülltes und dekoriertes Erzeugnis aus Teig oder Masse oder ein kleines Gericht aus frischen Rohstoffen.

Die Gesellenprüfung am Ende der Ausbildung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil, eine mündliche Ergänzungsprüfung ist möglich. Wer sie besteht, ist Konditor-Geselle.

Bei guten Leistungen kann die Ausbildung verkürzt werden.

Ausbildungsmöglichkeiten in Berlin

Ausbildung zum Konditor in Berlin
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Konditoreien und Bäckereien als Ausbildungsbetriebe

Ausgebildet wird in Konditoreien, Cafés und Bäckereien mit Konditorei. Ein Beispiel ist die Bäcker Wiedemann GmbH, bei der Azubis im Betrieb praktisch ausgebildet werden.

Eine weitere Anlaufstelle ist die Konditoren-Innung Berlin. Sie betreibt die Akademie der Konditoren, in der Azubis praktische Fertigkeiten und theoretisches Wissen erwerben.

Berufsschule

In Berlin werden Konditoren an der Emil-Fischer-Schule unterrichtet, die eine eigene Lehrkonditorei hat.

Berufsschule Standort Schwerpunkt
Emil-Fischer-Schule (OSZ Ernährung und Lebensmitteltechnik) Berlin-Reinickendorf (Wittenau), Cyclopstraße 1–5 Konditor/in, Bäcker/in und weitere Lebensmittelberufe

Im Unterricht geht es um Lebensmittelkunde und Ernährungslehre, Hygiene, Gestaltung und Dekoration. Auch Schokoladentechnik und Eisherstellung stehen auf dem Lehrplan.

Karrierechancen nach der Ausbildung

Weiterbildung zum Konditormeister/in oder Betriebswirt/in des Handwerks

Mit der Fortbildung zum Konditormeister/in können Sie leitende Positionen übernehmen oder eine eigene Konditorei eröffnen. Als Meister/in dürfen Sie außerdem Auszubildende anleiten.

Eine Alternative ist die Weiterbildung zum Betriebswirt/in des Handwerks. Dort geht es um kaufmännisches Wissen, etwa Marketing, Personalführung und Kostenrechnung. Spezialisieren können Sie sich außerdem auf Schokoladen- und Zuckerarbeiten.

Weiterbildung Vorteile
Konditormeister/in Leitende Position, Selbstständigkeit, Ausbildung von Nachwuchskräften
Betriebswirt/in des Handwerks Kaufmännisches Wissen für die Führung eines Betriebs
Spezialisierung Schokolade/Zucker Pralinen, Schokoladenfiguren, Zuckerdekorationen

Arbeitsfelder in Hotels, Industrie oder Catering

Auch außerhalb der Konditorei gibt es Arbeit. In Hotels stellen Sie Desserts für die Gäste her. In der Lebensmittelindustrie entwickeln Sie neue Produkte und verbessern Rezepturen. Im Catering fertigen Sie Desserts für Veranstaltungen.

Fazit

Die Konditorausbildung in Berlin verbindet Arbeit in der Backstube mit Theorie an der Emil-Fischer-Schule. Danach arbeiten Konditoren in Konditoreien, Patisserien, Hotels oder im Catering, mit dem Meisterbrief auch selbstständig.

Quellenverweise