Berlins Straßennetz umfasst mehrere tausend Kilometer, und alles davon muss gebaut, repariert und erneuert werden. Als Straßenbauer/in arbeiten Sie genau daran.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Lehrgängen statt.
In Berlin lernen Auszubildende die Theorie an der Knobelsdorff-Schule, die Praxis in Bauunternehmen. Sie arbeiten mit Asphalt, Beton und Pflastersteinen und lernen die Grundlagen der Tiefbautechnik.
Berufsbild und Tätigkeitsfelder eines Straßenbauers
Straßenbauer bauen und sanieren Straßen, Rad- und Gehwege, Plätze und Parkflächen.
Aufgaben im Neubau und der Sanierung von Straßen
Beim Neubau heben Straßenbauer Erdreich aus, sichern Baugruben, verfüllen und verdichten Böden. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die fachgerechte Entwässerung der Verkehrsflächen.
Außerdem stellen sie den Unterbau für Decken und Beläge her, bauen Tragschichten ein und verlegen Fertigteile für den Straßenkörper.
Arbeiten mit verschiedenen Baustoffen
Für Pflasterdecken und Plattenbeläge verwenden Straßenbauer künstliche und natürliche Steine. Auch Asphalt- und Betondecken gehören zu ihrem Aufgabenbereich.
Um die Materialien richtig zu verarbeiten, müssen sie deren Eigenschaften kennen. Bestehende Decken prüfen sie auf Schäden und setzen sie instand.
Straßenbauer arbeiten meist in Kolonnen und stimmen ihre Arbeitsschritte eng ab.
Voraussetzungen für die Ausbildung zum Straßenbauer
Für die Ausbildung zum Straßenbauer reicht in der Regel ein Hauptschulabschluss. Wichtig sind handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Da die Arbeit körperlich anstrengend ist, hilft eine gute Fitness.

Außerdem sollten Bewerberinnen und Bewerber diese Eigenschaften mitbringen:
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
- Sorgfalt und Genauigkeit bei der Arbeit
- Bereitschaft zu Arbeit im Freien und auf wechselnden Baustellen
Für Jugendliche, die Schwierigkeiten beim Einstieg haben, gibt es spezielle Einstiegsqualifizierungen. Dort sammeln sie erste Erfahrungen und verbessern ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Ablauf der Ausbildung
Die Ausbildung gehört zur Stufenausbildung in der Bauwirtschaft: Nach zwei Jahren ist ein Abschluss als Tiefbaufacharbeiter/in möglich, im dritten Jahr folgt die Spezialisierung zum Straßenbauer.
Theoretische Ausbildung in der Berufsschule
In der Berufsschule lernen Auszubildende die Grundlagen, darunter Baustelleneinrichtung, Bauablauf und Arbeitsschutz. Auch Bodenarten, Baugruben und Beton stehen auf dem Lehrplan.
Praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb
Im Betrieb lernen Azubis, mit Werkzeugen und Maschinen umzugehen, und üben das Vermessen. Dabei arbeiten sie unter Anleitung auf echten Baustellen mit.
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Überbetriebliche Ausbildung
Überbetriebliche Kurse vertiefen spezielle Fertigkeiten. Sie sorgen dafür, dass alle Azubis unabhängig vom Betrieb dasselbe Ausbildungsniveau erreichen.
| Ausbildungsort | Vermittelte Inhalte |
|---|---|
| Berufsschule | Baustelleneinrichtung, Bauablauf, Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Bodenarten, Herstellung von Baugruben, Schalungen, Mörtel und Beton |
| Ausbildungsbetrieb | Umgang mit Werkzeugen, Baugeräten, Baumaschinen und Vermessungsgeräten, praktische Anwendung des theoretischen Wissens |
| Überbetriebliche Ausbildung | Vertiefung spezieller Fertigkeiten, Sicherstellung eines einheitlichen Ausbildungsniveaus |
Karrieremöglichkeiten und Weiterbildungsoptionen für Straßenbauer
Nach der Ausbildung können sich Straßenbauer spezialisieren oder über Weiterbildungen aufsteigen.
Verwandte Tiefbauberufe
Durch die gemeinsame Stufenausbildung liegen verwandte Tiefbauberufe nahe, etwa Kanalbauer (unterirdische Rohrleitungen) oder Gleisbauer (Schienenwege). Viele Tiefbaufirmen arbeiten in mehreren dieser Bereiche.

Aufstiegschancen zum Vorarbeiter oder Polier
Mit Berufserfahrung können Straßenbauer Führungsaufgaben übernehmen. Vorarbeiter koordinieren die Arbeitsabläufe und achten auf die Qualität.
Poliere leiten Baustellenabschnitte und überwachen die fachgerechte Ausführung.
Voraussetzung sind Weiterbildungen zum Werkpolier oder Geprüften Polier. Die Polier-Fortbildung vermittelt Kenntnisse in Bauplanung, Bauausführung und Mitarbeiterführung.
Straßenbauer können sich auch zum Bauleiter oder Techniker im Tiefbau weiterbilden. Dann planen und überwachen sie Bauprojekte.
Straßenbauer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk: Wer einen eigenen Betrieb gründen will, braucht in der Regel die Meisterprüfung im Straßenbauer-Handwerk.
Fazit
Straßenbauer arbeiten im Bauhauptgewerbe und halten die Verkehrsinfrastruktur Berlins in Schuss.
Wer lieber in einer Behörde arbeiten möchte, findet eine Alternative in der Ausbildung in der Berliner Landesverwaltung.
Der Beruf passt zu Menschen, die gern draußen und mit den Händen arbeiten und sehen wollen, was sie gebaut haben.
