Die Berliner Landesverwaltung bildet jedes Jahr Nachwuchs für den öffentlichen Dienst aus, unter anderem zu Verwaltungsfachangestellten. Wer hier lernt, arbeitet später in Senatsverwaltungen, Bezirksämtern und anderen Berliner Behörden.
Die Ausbildung beginnt jährlich am 1. September. Sie dauert in der Regel drei Jahre und kann auf bis zu 24 Monate verkürzt werden.
Voraussetzungen für die Ausbildung in der Landesverwaltung
Schulabschluss
Je nach Ausbildungsberuf ist mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife (EBBR) oder der mittlere Schulabschluss (MSA) nötig. Für manche Ausbildungen und duale Studiengänge werden Fachhochschulreife oder Abitur verlangt. Die genauen Anforderungen stehen in der jeweiligen Stellenausschreibung.
Persönliche Eigenschaften
Neben dem Schulabschluss zählen diese Eigenschaften:
- organisatorisches Geschick
- Interesse an rechtlichen Zusammenhängen
- Bereitschaft, mit komplexen Rechtsvorschriften zu arbeiten
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Sorgfalt und Genauigkeit
Vorschriften ändern sich regelmäßig. Auszubildende sollten sich deshalb schnell in neue Regelungen einarbeiten können.
Ablauf der dualen Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten
Die duale Ausbildung verbindet Praxis in Berliner Behörden mit Unterricht in der Berufsschule und an der Verwaltungsakademie.

Dauer und Verkürzung
Die Regelausbildungszeit beträgt drei Jahre. Bei überdurchschnittlichen Leistungen ist eine Verkürzung auf 30 Monate möglich, mit Abitur und sehr guten Leistungen auf 24 Monate.
Praxisabschnitte in verschiedenen Behörden
In den Praxisabschnitten arbeiten Auszubildende im Behördenalltag mit und werden von Praxisanleitern begleitet. Sie wechseln regelmäßig die Einsatzstelle und lernen so die Verwaltungsarbeit in unterschiedlichen Behörden kennen, etwa in Senatsverwaltungen oder in der Verwaltung von Polizei und Feuerwehr. Dabei finden sie heraus, welche Aufgaben ihnen liegen.
Berufsschule und Verwaltungsakademie
Das Fachwissen vermitteln Berufsschule und Verwaltungsakademie. Auf dem Lehrplan stehen rechtliche, organisatorische und kommunikative Inhalte, abgestimmt auf die Praxisabschnitte.
Auslandsaufenthalt mit Erasmus+
Die Ausbildung bietet ein Sprachprojekt zur Vertiefung der Englischkenntnisse. Angehende Verwaltungsfachangestellte können dafür bis zu sechs Monate ins Ausland gehen und lernen dort Alltag und Arbeitsweise des Gastlandes kennen.
Das EU-Programm Erasmus+ fördert den Aufenthalt mit einem Stipendium, das zusätzlich zur regulären Ausbildungsvergütung gezahlt wird und die Mehrkosten im Ausland abfedert.
| Vorteile des Sprachprojekts | Unterstützung durch Erasmus+ |
|---|---|
| Verbesserung der Englischkenntnisse | Stipendium zusätzlich zur Ausbildungsvergütung |
| Interkulturelle Erfahrungen | Entlastung bei den Mehrkosten im Ausland |
| Erfahrungen in einer fremden Arbeitsumgebung | Aufenthalt bis zu sechs Monaten |
Die Landesverwaltung als Arbeitgeber

Die Landesverwaltung Berlin trägt seit 2009 das Zertifikat „audit berufundfamilie“ und bietet flexible Arbeitszeiten und Homeoffice an.
| Merkmal | Landesverwaltung Berlin |
|---|---|
| Arbeitsplatzsicherheit | Hohe Arbeitsplatzsicherheit im öffentlichen Dienst |
| Übernahme nach Ausbildung | Unbefristete Übernahme bei guten Leistungen möglich |
| Weiterbildungsmöglichkeiten | Interne Fort- und Weiterbildungen, Qualifizierung für höhere Positionen |
| Familienfreundlichkeit | Flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Möglichkeiten |
Fazit
Mit EBBR oder MSA können Sie sich bei der Landesverwaltung Berlin für die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bewerben. Die duale Ausbildung führt durch mehrere Behörden, verbindet sie mit Unterricht an Berufsschule und Verwaltungsakademie und bietet mit Erasmus+ die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts.
