
Den Master of Science (M.Sc.) erwerben Studierende in einem weiterführenden Studium, vor allem in Mathematik, Informatik und den Naturwissenschaften. Neben dem Master of Arts (M.A.) und dem Master of Business Administration (MBA) gehört er zu den am häufigsten verliehenen Masterabschlüssen.
Masterstudiengänge sind gefragt: Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 12. Mai 2022 begannen 45 % der Bachelorabsolventinnen und -absolventen des Prüfungsjahrs 2019 im Wintersemester 2020/21 ein Masterstudium in Deutschland.
Master of Science: klassischer Studienverlauf
Das Studium dauert in der Regel vier Semester. Meist baut es auf einem Bachelor im selben Fach auf und vertieft dessen Inhalte (konsekutiver Master). Ein Master in einem anderen Fach ist als nicht-konsekutiver Master ebenfalls möglich. Weiterbildende Master richten sich an Berufstätige und setzen in der Regel mindestens ein Jahr Berufserfahrung voraus.
Bachelor und Master zusammen umfassen 300 ECTS-Punkte. Die Leistungspunkte bilden den gesamten Arbeitsaufwand im Studium ab; ein Punkt entspricht 25 bis 30 Stunden.
Die 300 ECTS-Punkte kommen so zustande:
- Bachelor (6 Semester, 180 ECTS-Punkte) und konsekutiver Master (4 Semester, 120 ECTS-Punkte) oder
- Bachelor (7 Semester, 210 ECTS-Punkte) und konsekutiver Master (3 Semester, 90 ECTS-Punkte) oder
- Bachelor (8 Semester, 240 ECTS-Punkte) und konsekutiver Master (2 Semester, 60 ECTS-Punkte).
Die meisten Studierenden wählen die Kombination aus sechs Semestern Bachelor und vier Semestern Master.
Der Aufbau hängt vom Studiengang ab, folgt aber meist diesem Muster:
- Allgemeine Grundlagen
- Fachspezifische Vertiefung und Wahlmodule
- Forschungs- oder Projektmodule
- Masterarbeit
In Berlin und Brandenburg bieten unter anderem die Freie Universität, die Humboldt-Universität und die Technische Universität Berlin sowie die Universität Potsdam und die BTU Cottbus-Senftenberg Master-of-Science-Studiengänge an, ebenso viele Hochschulen für angewandte Wissenschaften.
Mögliche Studien-/ Inhaltsfächer
Die Kultusministerkonferenz ordnet dem Master of Science diese Fächergruppen zu:
- Mathematik
- Naturwissenschaften
- Medizin (betrifft nicht die staatlich geregelten Studiengänge)
- Agrar, Forst- und Ernährungswissenschaften (betrifft nicht die staatlich geregelten Studiengänge)
In den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften hängt es vom fachlichen Schwerpunkt ab, ob die Hochschule einen Master of Science, einen Master of Engineering oder einen Master of Arts verleiht.
Sonstiges
Einige Master-of-Science-Studiengänge sind zulassungsbeschränkt, etwa durch einen Numerus Clausus (NC) oder eine Eingangsprüfung.
Nach dem Master of Science ist grundsätzlich eine Promotion möglich. Den Zugang regeln Universitäten und Hochschulen in ihrer jeweiligen Promotionsordnung.
Fazit
Der Master of Science ist ein international anerkannter Abschluss, der fachlich spezialisiert.
Er kann die Chancen auf gut bezahlte Stellen verbessern, kostet aber in der Regel zwei zusätzliche Studienjahre.
Ob sich der Master lohnt, hängt vom Fachgebiet und den eigenen Berufszielen ab.
