Nach dem Bachelor stehen für ein weiterführendes Studium unter anderem zwei Wege offen: der MBA (Master of Business Administration) und der Master of Arts oder Master of Science. Worin unterscheiden sie sich, und für wen passt welcher Abschluss?

Die Unterschiede zwischen MBA und Master
MBA
MBA steht für „Master of Business Administration“. Der Name zeigt den Schwerpunkt: Das Studium behandelt Unternehmensführung und wirtschaftliche Themen. Es ist generalistisch auf das Management ausgerichtet. Der Lehrplan ist weitgehend festgelegt, Spezialisierungen außerhalb der Wirtschaft sind selten.
Direkt nach dem Bachelor lässt sich ein MBA meist nicht beginnen. Als weiterbildender Master setzt er in Deutschland in der Regel mindestens ein Jahr qualifizierte Berufserfahrung voraus; viele Hochschulen verlangen mehr. MBA-Programme sind zudem in der Regel gebührenpflichtig. Die Studierenden sind deshalb oft älter und bringen Praxis mit. Der MBA baut auf dieser Erfahrung auf und soll den nächsten Karriereschritt im Unternehmen erleichtern. Sinnvoll ist er vor allem, wenn das eigene Berufsziel im Management liegt.
MBA Zusammenfassung:
– auf Wirtschaft und Management ausgerichtet
– meist mit Studiengebühren verbunden
– in der Regel mindestens ein Jahr Berufserfahrung nötig
Master of Arts / Science
Seit dem Bologna-Prozess folgt an deutschen Hochschulen der Master auf den Bachelor. Als konsekutiver Master führt er die Themen des Bachelors fort und vertieft sie. Wirtschaftsmaster wie ein M.Sc. BWL sind dabei fachlich spezialisierter als ein MBA, der einen generalistischen Managementüberblick gibt. An staatlichen Hochschulen in Berlin und Brandenburg fallen für den konsekutiven Master keine Studiengebühren an, nur der Semesterbeitrag.
Den Master kann man direkt nach dem Bachelor beginnen, entweder nahtlos oder nach einem Praxisjahr. Es gibt ihn für fast jedes Fach. Berufserfahrung wie beim MBA ist nicht nötig. Die Studierenden sind daher meist jünger und haben wenig Berufspraxis.
Master Zusammenfassung:
– Masterstudiengänge in fast allen Fächern
– an staatlichen Hochschulen ohne Studiengebühren
– keine Berufserfahrung nötig
MBA oder Master: Was passt besser?
MBA und Master of Arts oder Science sind Masterabschlüsse auf derselben Qualifikationsstufe und berechtigen gleichermaßen zur Promotion. Die Entscheidung hängt also von den eigenen Zielen ab. Wer sich für wirtschaftliche Themen interessiert und erst Berufserfahrung sammeln will, ist mit einem MBA gut beraten. Wer direkt nach dem Bachelor weiterstudieren möchte und die berufliche Richtung noch offenhalten will, wählt eher einen Master of Arts oder Master of Science.
Fazit
MBA und Master sind gleichrangige Masterabschlüsse mit unterschiedlicher Ausrichtung. Der MBA verlangt Berufserfahrung, kostet meist Studiengebühren und vermittelt Managementwissen für Fach- und Führungskräfte. Der Master of Arts oder Science schließt direkt an den Bachelor an und vertieft ein Fach.
