Zerspanungsmechanikerinnen und Zerspanungsmechaniker stellen Bauteile aus Metall her, indem sie Material abtragen: durch Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen. In Berlin übernimmt unter anderem die Georg-Schlesinger-Schule den schulischen Teil der Ausbildung.
Als Zerspanungsmechaniker/in lernen Sie, mit CNC-Maschinen zu arbeiten und maßgenaue Bauteile zu fertigen. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre: In der Berufsschule erwerben Sie das Fachwissen, im Ausbildungsbetrieb die praktische Erfahrung.
Berufsbild und Tätigkeitsfelder eines Zerspanungsmechanikers
Zerspanungsmechaniker arbeiten in der Metallindustrie und im Handwerk. Sie fertigen Bauteile mit spanabhebenden Verfahren und müssen dabei enge Toleranzen einhalten.
Typische Einsatzgebiete in der Industrie und im Handwerk
Zerspanungsmechaniker sind in der Einzel- und in der Serienfertigung tätig. Sie arbeiten an Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen sowie an Drehautomaten.
Fertigungsverfahren und Maschinensysteme
Zerspanungsmechaniker arbeiten mit CNC-gesteuerten Maschinen verschiedener Typen. Sie planen Fertigungsabläufe, erstellen die Programme für die Maschinen, richten die Maschinen ein, überwachen die Fertigung und prüfen die Maße der Werkstücke.
Die wichtigsten spanabhebenden Verfahren sind:
- Drehen
- Fräsen
- Bohren
- Schleifen
Typische Einsatzgebiete und Fertigungsverfahren in der Zerspanungsmechanik:
| Einsatzgebiet | Fertigungsverfahren |
|---|---|
| Automobilindustrie | Drehen, Fräsen, Schleifen |
| Luftfahrtindustrie | Fräsen, Bohren, Schleifen |
| Medizintechnik | Drehen, Fräsen, Schleifen |
| Werkzeugbau | Fräsen, Erodieren, Schleifen |
Voraussetzungen und Fähigkeiten für die Ausbildung
Schulabschluss und Noten in relevanten Fächern
Betriebe erwarten meist einen guten mittleren Schulabschluss oder die Fachhochschulreife. Wichtig sind gute Noten in Mathematik und Physik: Toleranzen, Schnittwerte und Programme beruhen auf Berechnungen.
Technisches Verständnis und Interesse
Angehende Zerspanungsmechaniker brauchen technisches Verständnis und Interesse an Maschinen und Fertigungsverfahren. Weil sich Steuerungen und Programme weiterentwickeln, gehört laufendes Dazulernen zum Beruf.

Persönliche Eigenschaften und Softskills
Dazu kommen persönliche Eigenschaften:
- Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Qualitätsbewusstsein
- Eigeninitiative und Selbstständigkeit beim Lösen von Problemen
- Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit für die Zusammenarbeit mit Kollegen
- Durchhaltevermögen und Belastbarkeit, auch in stressigen Situationen
- Räumliches Vorstellungsvermögen und Präzision
Ablauf und Inhalte der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker
Die Ausbildung findet in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb statt. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 legen die Auszubildenden etwa zur Mitte der Ausbildung ab, Teil 2 am Ende.
Theoretischer Unterricht an der Berufsschule
In der Berufsschule lernen angehende Zerspanungsmechaniker Fachtheorie, Mathematik und Informationstechnik. Auch Metalltechnik, Werkstoffkunde und technisches Zeichnen stehen auf dem Lehrplan.
Praktische Unterweisung im Ausbildungsbetrieb
In der Ausbildungswerkstatt setzen die Auszubildenden ihr Wissen um. Sie lernen den Umgang mit Werkzeugmaschinen und die CNC-Programmierung und stellen zunehmend anspruchsvolle Werkstücke her.
Mit der Zeit planen sie Fertigungsabläufe selbst und prüfen die Qualität ihrer Arbeit. Erfahrene Fachkräfte leiten sie dabei an. Wie die Digitalisierung den Beruf verändert, beschreibt der Artikel über moderne Berufsbilder.
| Ausbildungsjahr | Theoretische Inhalte | Praktische Fertigkeiten |
|---|---|---|
| 1. Jahr | Grundlagen der Metalltechnik, technische Mathematik, Werkstoffkunde | Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung, Umgang mit konventionellen Werkzeugmaschinen |
| 2. Jahr | CNC-Technik, Programmierung, Fertigungstechnik | Bedienung von CNC-Maschinen, Herstellung komplexer Werkstücke, Qualitätskontrolle |
| 3. Jahr und letztes Halbjahr | Feinbearbeitung, Instandhaltung, Optimierung und rechnergestützte Planung der Fertigung | Eigenständige Planung und Durchführung von Fertigungsaufträgen, Optimierung von Fertigungsprozessen |
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung arbeiten Zerspanungsmechaniker in Industrie und Handwerk, in der Einzel- wie in der Serienfertigung. Spezialisieren können sie sich etwa auf CNC-Programmierung, Fertigungsplanung oder Qualitätssicherung.

Mit einer Fortbildung zum Industriemeister oder Techniker sind Führungsaufgaben möglich. Wer sich höher qualifizieren will, kann ein Studium etwa in Maschinenbau oder Fertigungstechnik anschließen.
| Karriereoption | Beschreibung |
|---|---|
| Spezialisierung | Vertiefung in Bereichen wie CNC-Technik, CAD/CAM oder Qualitätssicherung |
| Weiterbildung | Meister, Techniker oder Studium im Bereich Maschinenbau oder Fertigungstechnik |
| Führungsposition | Übernahme von Leitungsfunktionen in der Fertigung oder Projektmanagement |
| Selbstständigkeit | Gründung eines eigenen Fertigungsbetriebs, meist nach weiterer Qualifikation |
Fazit
Die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in Berlin dauert 3,5 Jahre und führt in einen technisch anspruchsvollen Beruf. Den Berufsschulteil übernimmt unter anderem die Georg-Schlesinger-Schule, ausgebildet wird in Industrie- und Handwerksbetrieben.
Wer Interesse an Technik und Genauigkeit mitbringt, kann sich nach der Ausbildung spezialisieren, zum Meister oder Techniker weiterbilden oder studieren.
