Umziehen als Student – Trend raus aus der Stadt

Student trägt einen Umzugskarton in ein kleines Haus in einem Brandenburger Dorf
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Raus aus der Stadt: Wohnen im Umland

Lange zog es viele Menschen in die Städte, die Mieten dort sind entsprechend stark gestiegen. Inzwischen wird das Wohnen auf dem Land wieder attraktiver, aus finanziellen Gründen oder weil man mehr Platz und Grün möchte. Auch Studierende, die bald ein Studium beginnen oder schon in der Stadt wohnen, sollten das Umland als Wohnort in Betracht ziehen.

Von der Schule an die Uni

Mit dem Wechsel von der Schule an die Hochschule steht für die meisten die Suche nach der ersten eigenen Wohnung an. Wer neu in der Stadt ist und keine Kontakte hat, ist auf den öffentlichen Wohnungsmarkt angewiesen. In den meisten Universitätsstädten heißt das wenig Angebot, hohe Preise und Besichtigungen mit vielen Mitbewerbern.

Auch die Wohnheime der Studierendenwerke sind in vielen Städten ausgelastet und führen Wartelisten. Laut dem MLP Studentenwohnreport 2025 (erschienen im Oktober 2025) stiegen die Mieten an den 38 untersuchten Hochschulstandorten im Schnitt um 2,3 Prozent, nach sehr starken Anstiegen in den Vorjahren. In Berlin gingen sie erstmals leicht zurück (minus 0,8 Prozent), bleiben aber hoch. Deshalb lohnt der Blick über den Stadtrand hinaus. Je nach Region gibt es im Umland mehr bezahlbare Wohnungen, obwohl die Stadt nah ist. Man spart entweder Miete oder bekommt für denselben Preis eine bessere Wohnung. Wichtig ist eine gute Anbindung an Bus und Bahn, damit der Weg zur Vorlesung kurz bleibt.

Günstiger wohnen im Umland

Auch wer schon mitten im Studium steckt und unter hohen Mieten leidet, sollte über das Umland nachdenken. Meist sinken die Mieten, je weiter man sich vom Zentrum entfernt. Wer schon länger in der Stadt lebt, kennt die umliegenden Orte oft bereits, kann gezielt suchen und weiß, wie lange die Wege zur Hochschule dauern. Nach den ersten Semestern kommt auch eine Wohngemeinschaft mit Kommilitonen infrage: Eine gemeinsame Wohnung im Umland ist oft günstiger als ein Zimmer in der Stadt.

Für Studierende in Berlin und Brandenburg kommt hinzu: Seit dem Sommersemester 2024 erhalten sie an vielen Hochschulen der Region das Deutschlandsemesterticket. Es gilt bundesweit im Nahverkehr, also auch in den Regionalzügen ins Brandenburger Umland. Wer pendelt, zahlt damit keine zusätzliche Fahrkarte.

Digitale Lehre als „Umland-Booster“

Neben der Verkehrsanbindung kann auch die Digitalisierung der Lehre für das Umland sprechen. Seit der Corona-Pandemie haben die Hochschulen ihre digitalen Angebote ausgebaut. Die meisten Veranstaltungen finden zwar wieder vor Ort statt, doch Aufzeichnungen, Lernplattformen und einzelne Online- oder Hybridformate sind geblieben.

Dadurch fallen manche Wege zum Campus weg. Wie viel davon im eigenen Studiengang möglich ist, sollte man vor einem Umzug klären.

Bei der Wohnungssuche als Student lohnt es sich daher, das Umland mitzudenken.

Die Vorteile im Überblick:
– günstigere Mieten
– größeres Angebot
– Pendeln mit dem Deutschlandsemesterticket ohne Zusatzkosten
– Online-Angebote sparen manche Wege zur Hochschule